Ortsgemeinde Stadtkyll kündigt Neuverlegung aller Glasfaserleitungen an – Telekom präsentiert revolutionäre „Leidfaser“-Technik

Nach den turbulenten Monaten rund um die Glasfaserverlegung, in denen so manche Straße ein Eigenleben entwickelte und einige Vorgärten unfreiwillig zu archäologischen Grabungsstätten wurden, gibt es nun überraschende Neuigkeiten: Die Telekom hat eine völlig neue Übertragungstechnologie entwickelt, die Glasfaser langfristig ersetzen soll.

Die sogenannte „Leidfaser“ – laut Telekom „stabiler, schneller und zukunftssicherer als alles bisher Dagewesene“ – macht eine vollständige Neuverlegung sämtlicher Leitungen erforderlich. Da die Technik nur funktioniert, wenn sie unter besonders frisch aufgebrochenem Asphalt liegt, sieht sich die Ortsgemeinde gezwungen, alle Straßen erneut aufzugraben.

„Wir wollen natürlich vorne mit dabei sein“, erklärt ein Mitglied des Gemeinderats. „Wenn wir schon einmal alles aufgerissen haben, dann schaffen wir das auch ein zweites Mal. Oder ein drittes, falls die Technik weiter verbessert wird.“

Auch personell gibt es Veränderungen: Die bisher tätige Firma Lüders wird abgelöst durch die neu gegründete Firma Schlüders. Diese verspricht, „noch effizienter, noch gründlicher und noch tiefer“ zu arbeiten. Erste Testgrabungen hätten gezeigt, dass man problemlos bis zum Grundwasser komme – „wenn’s sein muss“.

Die Arbeiten sollen „zeitnah“ beginnen. Ein genauer Zeitplan wird derzeit erstellt, sobald die letzten Straßenabschnitte wieder vollständig geschlossen wurden

Die Ortsgemeinde bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis: „Wir wissen, dass die vergangenen Monate herausfordernd waren. Aber mit der neuen Leidfaser-Technologie sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt. Und wer weiß – vielleicht sieht die Straße danach sogar besser aus als vorher. Zumindest für ein paar Tage.“

[shariff]